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Berufsunfähigkeitsversicherung im Stiftung-Warentest 2026: Testsieger und Einordnung
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Versicherung
15. März 202615 Min. LesezeitThomas Dewein

Berufsunfähigkeitsversicherung im Stiftung-Warentest 2026: Testsieger und Einordnung

Im Frühjahr 2026 hat Stiftung Warentest 56 Berufsunfähigkeitsversicherungen auf Herz und Nieren geprüft. Das Ergebnis ist bemerkenswert: 42 Tarife – also 75 Prozent – erreichten die Bestnote „sehr gut“. Zum Vergleich: Im Test 2024 lag diese Quote noch bei 57 Prozent. Die Branche hat in Bedingungswerk und Antragsgestaltung deutlich nachgelegt. Alleinige Nummer 1 ist die Hannoversche mit ihrem Tarif SBU19.

Dieser Artikel fasst die wichtigsten Ergebnisse des Stiftung Warentest BU-Tests 2026 zusammen, erklärt die Testmethodik und ordnet ein, was die Ergebnisse für Sie als Verbraucher bedeuten. Als Versicherungsmakler mit freier Anbieterauswahl beraten wir Sie ohne Bindung an einen einzelnen Anbieter – auch zu Tarifen, die im Test nicht enthalten waren.

Die wichtigsten Ergebnisse des Stiftung Warentest BU-Tests 2026 auf einen Blick

  • 56 BU-Tarife getestet – breite Markterhebung der relevantesten Anbieter
  • 42 Tarife mit „sehr gut“ (75 Prozent) – starke Qualitätsentwicklung der Branche
  • Alleiniger Testsieger: Hannoversche SBU19
  • Weitere Top-Anbieter im Test: Baloise, CosmosDirekt, Europa, HDI
  • Bewertung: 75 Prozent Versicherungsbedingungen + 25 Prozent Antragsgestaltung
  • Modellkunden: Vier Profile zwischen 20 und 30 Jahren mit unterschiedlichen Berufen und Risikoklassen

Quelle: Stiftung Warentest, Finanztest-Test „Berufsunfähigkeitsversicherung im Test“, veröffentlicht 2026 auf test.de.

Testsieger 2026: Die Hannoversche SBU19 im Detail

Die Hannoversche Lebensversicherung AG hat sich mit ihrem Tarif SBU19 als alleinige Nummer 1 des Stiftung-Warentest-Tests 2026 etabliert. Bewertet wurden insbesondere die Bedingungen, die für den Versicherten im Leistungsfall entscheidend sind.

Was Stiftung Warentest an der Hannoverschen SBU19 hervorhebt

Laut Stiftung Warentest überzeugte der Tarif vor allem durch sein Bedingungswerk – also durch die vertraglichen Zusagen, die der Versicherer im Ernstfall einhalten muss. Stark gewertet wurden insbesondere:

  • Eine klare und verbraucherfreundliche Definition der Berufsunfähigkeit
  • Der Verzicht auf eine sogenannte abstrakte Verweisung
  • Eine faire Antragsgestaltung mit präzisen, eingrenzbaren Gesundheitsfragen
  • Stabile Beitragskalkulation und solide Versichererqualität

Wer mehr Details direkt vom Anbieter lesen will: Die Hannoversche stellt auf ihrer Webseite die Bewertung ausführlich dar.

Was Testergebnisse leisten – und was sie nicht leisten

Ein Stiftung-Warentest-Sieger ist ein starkes Qualitätssignal. Aber: Der Test bewertet Modellkunden, nicht Ihre persönliche Situation. Ob die Hannoversche SBU19 für Sie der beste Tarif ist, hängt von Ihrem Beruf, Ihrer Gesundheitshistorie, Ihrer gewünschten Rentenhöhe und Ihrer Vertragslaufzeit ab. Genau hier setzt die Beratung durch einen Versicherungsmakler mit freier Anbieterauswahl an.

Die Testmethodik 2026 – wie Stiftung Warentest BU bewertet

Stiftung Warentest bewertet Berufsunfähigkeitsversicherungen nach einem klaren, transparenten Schema. Zwei Bereiche fließen in die Gesamtnote ein:

BewertungsbereichGewichtungWas geprüft wird
Versicherungsbedingungen75 ProzentBedingungswerk, Leistungsdefinitionen, Verzicht auf abstrakte Verweisung, Nachversicherungsgarantien, Stundungsregeln, Karenzzeiten
Antragsgestaltung25 ProzentKlarheit der Gesundheitsfragen, zeitlicher Rahmen der Fragen, Verständlichkeit, Risikovoranfrage-Tauglichkeit

Die Beiträge spielen für die Gesamtnote keine Hauptrolle, werden aber als Modellbeispiele für vier Musterkunden ausgewiesen: Modellkunden zwischen 20 und 30 Jahren mit unterschiedlichen Berufen, Berufsrisiken und Rentenhöhen. Damit kann jeder Leser grob abschätzen, in welchem Preisrahmen sich ein Tarif für seine eigene Situation bewegt.

Weitere Top-Tarife im Test 2026

Neben dem Testsieger Hannoversche SBU19 erzielten zahlreiche weitere Anbieter die Bestnote „sehr gut“. Stiftung Warentest hebt unter anderem hervor:

  • Baloise – starker Bedingungspart
  • CosmosDirekt – günstige Beitragskalkulation in mehreren Modellberufen
  • Europa – ebenfalls Top-Note (siehe Europa Versicherungen)
  • HDI – breites Berufsspektrum

Hinweis: Diese Liste ist nicht abschließend. Stiftung Warentest hat 56 Tarife getestet, 42 davon erhielten „sehr gut“. Die für Sie persönlich beste Wahl hängt von Ihren individuellen Faktoren ab und kann durchaus ein Tarif sein, der nicht zur engeren Spitzengruppe zählt – aber genau für Ihre Berufsgruppe oder Gesundheitshistorie ideal ist.

Warum 75 Prozent der Tarife „sehr gut“ sind – die Branchenentwicklung

Im Vergleich zum BU-Test 2024 ist die Quote der „sehr gut“-Tarife von 57 auf 75 Prozent gestiegen. Das hat mehrere Gründe:

  • Wettbewerbsdruck: Versicherer wissen, dass Bedingungswerke verglichen werden – ungünstige Klauseln werden konsequent abgeschliffen.
  • Verbraucherorganisationen: Die Diskussion um abstrakte Verweisung, faire Gesundheitsfragen und Nachversicherungsoptionen hat Bewegung in die Branche gebracht.
  • Digitalisierung der Antragsstrecken: Klarere Fragen, präzisere Zeitfenster, weniger Interpretationsspielraum.
  • BaFin-Regulierung: Aufsichtsrechtliche Vorgaben zur Verständlichkeit von Versicherungsbedingungen wirken sich positiv auf das Bedingungswerk aus.

Für Verbraucher heißt das: Der Markt ist heute deutlich verbraucherfreundlicher als noch vor fünf bis zehn Jahren. Trotzdem gibt es zwischen „sehr gut“-Tarifen Unterschiede – und insbesondere zwischen den 14 Tarifen mit schlechterer Bewertung gibt es Konstellationen, in denen eine vermeintlich günstige BU im Ernstfall weniger leistet als gedacht.

Was bedeutet der Stiftung-Warentest-Sieg für Ihre Tarifwahl?

Eine BU ist eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt – sie sichert Ihr Einkommen, falls Sie krankheits- oder unfallbedingt Ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Genau deshalb ist die Tarifwahl keine, die man „über den Daumen“ treffen sollte. Folgende Aspekte beeinflussen, welcher Tarif für Sie ideal ist:

  • Beruf: Bauarbeiter, Pflegekraft und Bürokraft zahlen sehr unterschiedliche Beiträge – und manche Versicherer haben in einzelnen Berufsgruppen Stärken, in anderen Schwächen.
  • Gesundheit: Vorerkrankungen können Ausschlüsse oder Risikozuschläge auslösen. Die Antragsgestaltung (klare Fragen, kürzere Zeitfenster) eines Tarifs ist hier entscheidend.
  • Versicherungssumme: Wie hoch soll die monatliche BU-Rente sein? Faustregel: 60 bis 80 Prozent des Nettoeinkommens.
  • Laufzeit: Idealerweise bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter.
  • Nachversicherungsgarantie: Kann die Rentenhöhe später ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöht werden (zum Beispiel bei Heirat, Geburt, Einkommenssprung)?

Stiftung Warentest gibt Ihnen einen exzellenten Marktüberblick. Die individuelle Auswahl macht aber ein Versicherungsmakler mit freier Anbieterauswahl – wir greifen auf über 250 Versicherer zu und prüfen Ihre persönliche Situation, bevor wir konkrete Tarifempfehlungen aussprechen.

BU nach Berufsgruppen – wer braucht welche Tarife?

Die Stiftung-Warentest-Bewertung gilt für Modellkunden. In der Praxis unterscheiden sich Beitragshöhe und Annahmequote stark je nach Berufsgruppe. Hier ein Überblick:

Akademische Berufe (Lehrer, Ärzte, Ingenieure, IT-Fachkräfte)

Akademische Berufe gelten als geringes Risiko – Beiträge bewegen sich häufig im günstigen Bereich. Die meisten Versicherer kalkulieren in dieser Berufsgruppe Beitragsspannen, die deutlich unter dem Marktdurchschnitt liegen. Achten Sie auf eine ausreichend hohe Rentenhöhe: Wer 5.000 EUR netto verdient, sollte etwa 3.000 bis 3.500 EUR BU-Rente absichern. Lehrer im Beamtenverhältnis benötigen eine spezielle Dienstunfähigkeitsklausel (DU-Klausel), die nicht jeder Versicherer im Standard-Tarif anbietet.

Handwerk und Bauberufe (Dachdecker, Maurer, Elektriker, KFZ-Mechaniker)

Handwerksberufe sind risikoseitig deutlich teurer als akademische Berufe – häufig das Dreifache bis Fünffache des Beitrags. Manche Versicherer schließen einzelne Berufe wie Dachdecker oder Gerüstbauer ganz aus oder nehmen sie nur mit Risikozuschlag an. Hier lohnt sich ein Marktvergleich besonders, da die Differenzen zwischen Anbietern erheblich sind. Tipp: Selbständige Handwerker sollten die Möglichkeit einer Krankentagegeldversicherung als sinnvolle Ergänzung prüfen.

Pflege- und Gesundheitsberufe

Pflegekräfte, MFAs, Therapeuten und Reinigungskräfte zählen zu den Berufen mit erhöhtem psychischen und körperlichen Belastungsrisiko. Stiftung Warentest bezieht solche Berufe explizit in ihre Modellkunden ein. Die "sehr gut"-Tarife des Tests 2026 haben für Pflegeberufe meist faire Bedingungen, aber die Beiträge sind etwa doppelt so hoch wie bei einer Bürokraft. Eine Risikovoranfrage ist hier besonders empfehlenswert, da Vorerkrankungen wie Bandscheibenvorfälle oder psychische Belastungen die Annahme erschweren können.

Selbständige, Freelancer und Künstler

Für Selbständige gelten verschärfte Regeln: Nicht jeder Versicherer nimmt Solo-Selbständige ohne Mindesteinkommen an. Manche fordern Nachweise über das Einkommen der letzten zwei bis drei Jahre. Achten Sie auf die "Umorganisationsklausel": Verzichtet der Versicherer darauf, kann er Sie im Leistungsfall nicht auf eine Umstrukturierung Ihres Betriebs verweisen. Für Künstler und Kreativberufe ist die Akzeptanz noch enger – hier ist ein Makler-Vergleich essenziell.

Auszubildende, Studierende und Berufseinsteiger

Der Abschluss einer BU in jungen Jahren ist finanziell besonders attraktiv: Beiträge sind bei Eintrittsalter 20 bis 25 oft um 40-60 Prozent günstiger als mit 35. Außerdem ist die Gesundheitshistorie meist sauber – Annahme ohne Risikozuschläge ist die Regel. Achten Sie auf Tarife mit Nachversicherungsgarantien speziell für Berufseinsteiger: Diese erlauben eine Rentenerhöhung nach Studienabschluss, Erstanstellung oder Gehaltssprung ohne erneute Gesundheitsprüfung.

Die Risikovoranfrage – warum sie für Vorerkrankungen entscheidend ist

Stellen Sie sich vor: Sie hatten vor drei Jahren eine Bandscheiben-OP, vor sechs Monaten eine Depression behandelt oder leiden seit Jahren an Allergien. Wenn Sie diese Vorerkrankungen direkt in einem BU-Antrag angeben, riskieren Sie eine Ablehnung – die in den meisten Versicherungsregistern (HIS, Wagnisdatei) für alle Versicherer sichtbar dokumentiert wird. Künftige Anträge werden dadurch erschwert.

Was ist eine Risikovoranfrage?

Eine Risikovoranfrage ist eine anonyme Anfrage Ihres Versicherungsmaklers an mehrere Versicherer. Ihre Gesundheitsdaten werden ohne Namensnennung übermittelt; die Versicherer prüfen, ob und zu welchen Konditionen sie Sie versichern würden. Das Ergebnis ist nicht in zentralen Datenbanken sichtbar – Sie behalten also Ihre vollständige Antragsfreiheit.

Welche Daten werden übermittelt?

Typischerweise: Diagnosen der letzten 5-10 Jahre, Behandlungen, Medikamente, Operationen, BMI, Beruf, gewünschte Rentenhöhe. Der Makler bündelt diese Informationen und schickt sie standardisiert an 5-15 Versicherer parallel. Das Ergebnis kommt meist innerhalb von 2-4 Wochen zurück.

Vorteile der Risikovoranfrage

  • Keine Ablehnung in Registern: Anonyme Anfrage hinterlässt keine Spuren
  • Marktüberblick: Sie sehen, welcher Versicherer zu welchen Bedingungen annimmt
  • Verhandlungsbasis: Auf Basis der Rückmeldungen können Sie informiert entscheiden
  • Zeitersparnis: Sie sparen sich mehrere einzelne Antragsversuche

Als Versicherungsmakler mit freier Anbieterauswahl übernehmen wir die Risikovoranfrage für Sie – kostenfrei und ohne Verpflichtung zum Abschluss.

BU vs Erwerbsunfähigkeitsversicherung vs Schwere-Krankheiten-Schutz

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist nicht das einzige Produkt zur Absicherung gegen Einkommensverlust. Es lohnt sich, die Alternativen zu kennen – nicht jeder benötigt eine klassische BU.

Berufsunfähigkeitsversicherung (BU)

Zahlt eine monatliche Rente, wenn Sie Ihren aktuell ausgeübten Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben können. Standardlösung für Angestellte, Akademiker, Handwerker – die mit Abstand stärkste Form der Arbeitskraftabsicherung. Im Stiftung-Warentest-Test 2026 erreichten 75 Prozent der Tarife "sehr gut".

Erwerbsunfähigkeitsversicherung (EU)

Greift erst, wenn Sie gar keinen Beruf mehr ausüben können – nicht nur Ihren aktuellen. Deutlich günstiger als eine BU, aber auch deutlich weniger Schutz. Sinnvoll für Berufe, die von BU-Versicherern abgelehnt werden oder nur mit unzumutbaren Zuschlägen angenommen werden (z. B. einige Risiko-Handwerksberufe, Berufssoldaten in bestimmten Verwendungen).

Schwere-Krankheiten-Vorsorge (Dread Disease)

Einmalzahlung bei Eintritt einer der definierten schweren Krankheiten (Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, etc.). Kein Ersatz für eine BU, aber gute Ergänzung – etwa zur Tilgung einer Hypothek im Krankheitsfall. Wird häufig kombiniert mit einer BU für vollständigen Schutz.

Grundfähigkeitsversicherung

Zahlt bei Verlust definierter Grundfähigkeiten (Sehen, Hören, Sprechen, Hände gebrauchen, gehen). Eignet sich für Berufsgruppen ohne BU-Möglichkeit, etwa für Kinder oder Auszubildende. Deutlich günstiger als BU, aber stark eingeschränkter Leistungsumfang.

In der Praxis ist die BU die erste Wahl für die meisten Berufsgruppen – ergänzt durch Dread Disease oder Grundfähigkeit, wenn das Budget reicht oder besondere Konstellationen vorliegen.

Der Weg zum BU-Abschluss – Schritt für Schritt

Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollte gut vorbereitet werden. Diese fünf Schritte führen zum optimalen Tarif:

  1. Bedarfsanalyse: Wie hoch ist Ihr aktuelles Nettoeinkommen? Welche Rentenhöhe brauchen Sie, um Ihren Lebensstandard zu halten? Welche Laufzeit ist sinnvoll (meist bis 65 oder 67)? Diese Fragen klären wir im ersten Beratungsgespräch.
  2. Risikovoranfrage (bei Vorerkrankungen): Bei Auffälligkeiten in der Gesundheitshistorie führen wir eine anonyme Anfrage bei mehreren Versicherern durch. Ergebnis: 2-4 Wochen.
  3. Tarifauswahl und Vergleich: Aus den 42 "sehr gut"-Tarifen filtern wir die für Ihre Berufsgruppe günstigsten und bedingungsstärksten heraus. Sie erhalten eine Vergleichstabelle mit Beitrag, Bedingungen und Annahmehinweisen.
  4. Antragsstellung: Mit dem ausgewählten Versicherer wird der Antrag formell gestellt. Wichtig: Gesundheitsfragen vollständig und wahrheitsgemäß beantworten, da falsche Angaben zur Leistungsverweigerung im Ernstfall führen können.
  5. Annahmeprüfung und Police: Der Versicherer prüft den Antrag, fordert ggf. ärztliche Berichte an und stellt die Police aus. Versicherungsschutz beginnt meist mit dem Annahmedatum.

Der gesamte Prozess dauert je nach Komplexität 4 bis 12 Wochen. Bei sauberer Gesundheitshistorie und einfachen Berufen kann es auch in 2-3 Wochen abgeschlossen sein.

Typische Fehler beim BU-Abschluss – und wie Sie sie vermeiden

Diese fünf Fehler kosten Versicherte im Ernstfall oft die komplette BU-Leistung – obwohl sie über Jahrzehnte Beiträge gezahlt haben:

Fehler 1: Zu niedrige BU-Rente abgeschlossen

Viele Versicherte unterschätzen ihren Bedarf. Eine BU-Rente von 1.000 EUR mag heute reichen, deckt aber in 20 Jahren wegen Inflation nur noch einen Bruchteil. Empfehlung: Mindestens 60 bis 80 Prozent des aktuellen Nettoeinkommens absichern, mit jährlicher Beitragsdynamik (typischerweise 3-5 Prozent).

Fehler 2: Falsche oder ungenaue Berufsangabe

Wer als "Bürokaufmann" angegeben ist, aber tatsächlich überwiegend im Außendienst tätig ist, riskiert Streit im Leistungsfall. Berufsangabe muss die tatsächliche Tätigkeit präzise beschreiben.

Fehler 3: Vorerkrankungen verschwiegen

Eine vorenthaltene Diagnose – auch wenn sie Jahre zurückliegt und harmlos schien – kann zum Leistungsausschluss führen. Im schlimmsten Fall: Vertragsauflösung wegen arglistiger Täuschung. Im Zweifel: Lieber zu viel angeben als zu wenig.

Fehler 4: Zu kurze Laufzeit

Manche Versicherer locken mit günstigen Beiträgen bei Laufzeiten bis 60 oder 62. Wer mit 58 berufsunfähig wird, hat dann noch sieben oder neun Jahre bis zur Regelrente – ohne BU-Schutz. Idealerweise Laufzeit bis 67 wählen.

Fehler 5: Keine Nachversicherungsgarantie genutzt

Lebenssituationen ändern sich: Heirat, Kinder, Hausbau, Einkommenssprung. Eine Nachversicherungsgarantie erlaubt, die BU-Rente ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen. Viele Versicherte vergessen, diese Option regelmäßig zu nutzen – und stehen im Bedarfsfall mit unzureichender Absicherung da.

Häufige Fragen zur BU nach Stiftung Warentest 2026

Wer ist Testsieger im Stiftung-Warentest-Test 2026 für Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die Hannoversche Lebensversicherung AG mit dem Tarif SBU19 ist alleiniger Testsieger des Stiftung Warentest BU-Tests 2026. Bewertet wurden 56 Tarife, 42 davon erhielten die Bestnote „sehr gut“.

Wie viele BU-Tarife wurden 2026 getestet und wie viele schnitten „sehr gut“ ab?

Stiftung Warentest hat 56 BU-Tarife im Test 2026 verglichen. 42 davon erreichten die Bestnote „sehr gut“ – das entspricht 75 Prozent. Zum Vergleich: Im Test 2024 lag die „sehr gut“-Quote noch bei rund 57 Prozent.

Wie bewertet Stiftung Warentest BU-Tarife?

Die Bewertung erfolgt zu 75 Prozent über die Versicherungsbedingungen (zum Beispiel Verzicht auf abstrakte Verweisung, Nachversicherungsgarantien, Klarheit der Leistungsdefinition) und zu 25 Prozent über die Antragsgestaltung (zum Beispiel Klarheit der Gesundheitsfragen, zeitlicher Rahmen).

Reicht der Stiftung-Warentest-Sieger als Entscheidungsgrundlage?

Ein Testsieg ist ein starkes Qualitätsindiz, aber kein automatischer Treffer für Ihre individuelle Situation. Die ideale BU hängt von Beruf, Gesundheitshistorie, gewünschter Rentenhöhe und Laufzeit ab. Eine Maklerberatung mit freier Anbieterauswahl berücksichtigt diese persönlichen Faktoren.

Welche anderen Versicherer schnitten 2026 gut ab?

Neben dem Testsieger Hannoversche erhielten unter anderem Baloise, CosmosDirekt, Europa und HDI Bestnoten. Da insgesamt 42 Tarife „sehr gut“ abschnitten, gibt es viele weitere Anbieter mit Top-Bewertungen, die im individuellen Vergleich relevant sein können.

Was kostet eine „sehr gute“ BU laut Stiftung Warentest?

Die Beiträge variieren stark nach Beruf, Eintrittsalter und gewünschter Rentenhöhe. Stiftung Warentest weist Modellbeiträge für vier Musterkunden zwischen 20 und 30 Jahren aus. Eine BU für eine 25-jährige Bürokraft mit 1.500 Euro Monatsrente ist deutlich günstiger als die identische Versicherung für einen 30-jährigen Dachdecker.

Sollte ich meine bestehende BU wechseln, wenn sie nicht der Testsieger ist?

Ein BU-Wechsel ist selten ratsam. Sie müssten erneut eine Gesundheitsprüfung durchlaufen, was bei jeder zwischenzeitlich aufgetretenen Erkrankung problematisch werden kann. Außerdem verlieren Sie das günstige Eintrittsalter Ihrer alten Police. Lassen Sie Ihre bestehende BU prüfen, bevor Sie kündigen.

Was, wenn mein Beruf nicht in den Modellkunden enthalten ist?

Stiftung Warentest arbeitet mit Modellberufen als Vergleichsbasis. Für Berufe, die nicht modelliert wurden (zum Beispiel Selbständige, Heilberufe, Künstler, IT-Freelancer), ist die individuelle Tarifkalkulation entscheidend – hier hilft ein Marktüberblick durch einen Makler mit freier Anbieterauswahl.

Ursachen für Berufsunfähigkeit in Deutschland

Ein Blick auf die Statistik macht deutlich, warum eine BU so wichtig ist: Nach Daten der gesetzlichen Rentenversicherung und großer BU-Versicherer sind die häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit:

  • Psychische Erkrankungen – mit Abstand die häufigste Ursache (ca. 32 Prozent der Fälle)
  • Erkrankungen des Skeletts und des Bewegungsapparats (ca. 21 Prozent)
  • Krebs und andere bösartige Geschwülste (ca. 16 Prozent)
  • Unfälle (ca. 9 Prozent)
  • Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems (ca. 7 Prozent)

Die häufige Annahme, BU sei vor allem für körperlich arbeitende Menschen relevant, ist also nur die halbe Wahrheit. Auch Büroangestellte, Lehrkräfte und Akademiker sind durch psychische und orthopädische Erkrankungen erheblich gefährdet. Eine BU ist daher in nahezu jeder Berufsgruppe sinnvoll.

Sekundärquellen zum Stiftung-Warentest-BU-Test 2026

Wer tiefer einsteigen möchte:

Beratung mit freier Anbieterauswahl – Ihr nächster Schritt

Sie haben jetzt einen Marktüberblick. Der entscheidende Schritt ist die individuelle Tarifprüfung. Als Versicherungsmakler mit freier Anbieterauswahl in Ulm und Region Donau-Iller analysieren wir kostenfrei und transparent:

  • Welche der 42 „sehr gut“-Tarife für Ihren Beruf am günstigsten kalkulieren
  • Wie eine Risikovoranfrage Ihre Gesundheitsdaten anonym vorab klärt
  • Wie hoch Ihre BU-Rente sein sollte – inklusive Inflationsausgleich
  • Ob eine bestehende BU optimiert oder erhalten bleiben sollte

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Über den Autor

Thomas Dewein

Thomas Dewein

Fachwirt für Versicherungen & Finanzen (IHK Ulm) · DVA-zertifiziert

Seit über 18 Jahren Versicherungsmakler mit freier Anbieterauswahl in der Region Ulm. Thomas Dewein vergleicht über 250 Versicherer und berät Privat- wie Gewerbekunden persönlich.

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