Seriösen Versicherungsmakler erkennen: Checkliste, Erfahrungen & Warnsignale
Warum überhaupt ein Versicherungsmakler – und nicht ein Vertreter?
Beim Abschluss einer Versicherung haben Verbraucher in Deutschland grundsätzlich drei Anlaufstellen: den Ausschließlichkeitsvertreter einer einzelnen Gesellschaft, den Mehrfachagenten mit einer Auswahl an Vertragspartnern und den Versicherungsmakler nach §93 HGB. Nur der Makler ist dabei rechtlich der Sachwalter des Kunden – nicht der Versicherung. Das ist kein Marketing-Versprechen, sondern eine Rolle, die der Bundesgerichtshof in der sogenannten Sachwalter-Entscheidung 1985 ausdrücklich bestätigt hat.
In der Praxis bedeutet das: Ein Makler haftet seinem Kunden gegenüber für eine fundierte Bedarfsanalyse, eine angemessene Marktauswahl und eine korrekte Beratungsdokumentation. Wer hier abkürzt, macht sich angreifbar. Genau deshalb lohnt es sich, vor dem ersten Beratungsgespräch ein paar Minuten zu investieren und genau hinzuschauen.
1. Die formale Checkliste: Erlaubnis, Eintrag, Versicherung
§34d Gewerbeordnung – Pflicht, kein Bonus
Jeder gewerbliche Versicherungsvermittler in Deutschland braucht eine Erlaubnis nach §34d GewO. Ohne diese Erlaubnis darf gar nicht vermittelt werden. Die Erlaubnis ist im Vermittlerregister der DIHK öffentlich einsehbar (vermittlerregister.info). Dort steht, ob jemand als Makler, gebundener Vertreter, Mehrfachagent oder Honorar-Berater registriert ist. Ein Anruf oder eine kurze Suche reichen aus – seriöse Makler nennen ihre Registernummer freiwillig im Impressum und in der Erstinformation.
Vermögensschadenhaftpflichtversicherung
Macht ein Makler einen Beratungsfehler, kann ein Schaden schnell mehrere zehntausend Euro erreichen. Die gesetzliche Mindestdeckung der Berufshaftpflicht beträgt aktuell rund 1,3 Millionen Euro je Schadenfall. Fragen Sie ruhig direkt nach der Police – das ist keine Unhöflichkeit, sondern Standard.
Erstinformation nach §15 VersVermV
Spätestens beim ersten Kontakt muss der Makler eine Erstinformation aushändigen: Name, Anschrift, Status (Makler), Registernummer, Schlichtungsstellen, Beschwerdewege. Wer diese Information „vergisst", arbeitet schon im ersten Schritt nicht regelkonform.
2. Qualifikation: Mehr als nur die Mindestprüfung
Die Erlaubnis nach §34d setzt eine Sachkundeprüfung „Geprüfter Versicherungsfachmann/-frau IHK" voraus. Das ist solide – aber es ist auch das Minimum. Ein deutlich höheres Niveau zeigen folgende Qualifikationen:
- Versicherungsfachwirt/-in (IHK) – mehrjährige Weiterbildung mit umfassender Prüfung
- Fachwirt für Versicherungen und Finanzen (IHK) – verbindet Versicherung, Vorsorge und Finanzanlage
- Versicherungsbetriebswirt (DVA) – akademisch geprägte Qualifikation
- §34f GewO – zusätzliche Erlaubnis für Investmentvermittlung
- §34i GewO – Erlaubnis für Immobiliardarlehen
Wer Altersvorsorge, Geldanlage oder Baufinanzierung beraten will, braucht zwingend §34f bzw. §34i. Wenn jemand pauschal „Finanzen" verspricht, aber nur §34d hat, ist das ein klares Warnsignal.
3. Freie Anbieterauswahl – das Herzstück der Maklertätigkeit
Ein Versicherungsmakler ist nicht an eine bestimmte Gesellschaft gebunden. Er wählt aus dem Markt aus und begründet seine Auswahl. Aus juristischen Gründen sprechen seriöse Anbieter in Deutschland heute korrekt von „Versicherungsmakler mit freier Anbieterauswahl" – nicht von „unabhängig". Hintergrund: „unabhängig" ist im Berufsrecht den Honorar-Versicherungsberatern nach §34d Abs. 2 GewO vorbehalten, die ausschließlich auf Honorarbasis und ohne Courtage arbeiten.
Praktisch sollten Sie fragen: Wie viele Versicherer vergleichen Sie? Eine seriöse Antwort liegt heute oft im Bereich von 100 bis 300 Gesellschaften – abhängig von der Sparte. Wer „alle" verspricht, übertreibt. Wer nur drei nennt, hat nicht den Markt im Blick.
4. Vergütung verstehen: Courtage oder Honorar
Versicherungsmakler werden in Deutschland überwiegend per Courtage bezahlt. Das ist ein Anteil der Versicherungsprämie, den die Gesellschaft an den Makler ausschüttet. Der Kunde zahlt also keine separate Rechnung, die Courtage ist im Beitrag bereits einkalkuliert. Diese Form ist transparent, wenn sie offen kommuniziert wird – Pflicht ist sie seit IDD-Umsetzung 2018.
Daneben gibt es das Honorarmodell: Hier zahlt der Kunde direkt eine Stundenvergütung oder Pauschale, der Makler vermittelt provisionsfreie Nettotarife. Für komplexe Gewerbe- oder Vorsorgemandate kann das günstiger sein, für eine Hausratversicherung ist es meist überdimensioniert. Beide Modelle sind legal und seriös – entscheidend ist die offene Darstellung vor Vertragsschluss.
5. Erfahrungen und Bewertungen richtig lesen
Bewertungsplattformen sind nützlich, aber nicht jede Sterne-Wertung ist aussagekräftig. Achten Sie auf:
- Anzahl der Bewertungen: Drei Fünf-Sterne-Reviews sagen wenig. Aussagekräftig wird es ab etwa 50 verifizierten Bewertungen.
- Qualität der Texte: Inhaltliche Beschreibungen („hat mir bei der Berufsunfähigkeit geholfen, klare Risikoanalyse") sind wertvoller als Einzeiler.
- Reaktionsverhalten: Wie geht der Makler mit Kritik um? Sachlich beantwortete 3-Sterne-Reviews sind ein gutes Zeichen.
- Auffällige Häufungen: 200 Bewertungen innerhalb einer Woche sind verdächtig.
Plattformen wie ProvenExpert, Google Business und Trustpilot haben unterschiedliche Verifizierungsstandards. Eine Kombination mehrerer Quellen ist immer aufschlussreicher als eine einzige Plattform.
6. Warnsignale: Wann Sie das Gespräch beenden sollten
- Druck im Erstgespräch. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung wird nicht „heute noch" abgeschlossen.
- Pauschale Kündigungsempfehlungen für bestehende Verträge, ohne den Vertragsstand geprüft zu haben.
- „Bei uns gibt es nur einen Anbieter, der ist der Beste." Das ist Vertrieb, keine Beratung.
- Keine Beratungsdokumentation. Diese ist nach §61 VVG zwingend.
- Verschwiegene Kosten, fehlende Erstinformation, kein Impressum auf der Website.
- Werbung mit Logos oder Auszeichnungen, die der Makler gar nicht selbst trägt.
7. Maklerwechsel und Bestandsübertragung
Sie haben bereits einen Makler, sind aber unzufrieden? Ein Wechsel ist jederzeit möglich. Über eine sogenannte Maklervollmacht kann der neue Makler den Bestand übernehmen, ohne dass Sie alle Verträge kündigen müssen. Wichtig: Die alten Verträge laufen unverändert weiter, lediglich die Betreuung wechselt. Ein seriöser neuer Makler erklärt diesen Prozess offen, drängt aber nicht zur sofortigen Unterschrift.
Fazit: Vertrauen ist gut, Prüfen ist besser
Einen seriösen Versicherungsmakler erkennt man nicht am Hochglanz-Auftritt, sondern an der Bereitschaft, sich überprüfen zu lassen: Vermittlerregister, Erlaubnisstatus, Berufshaftpflicht, Qualifikation, Vergütungsmodell, Beratungsdokumentation. Wer hier offen Auskunft gibt, hat in aller Regel auch in der Beratung nichts zu verbergen.
Eine kostenlose, unverbindliche Vertragsanalyse ist heute Standard. Sie ist gleichzeitig der beste Praxistest: Werden Risiken sauber aufgenommen? Wird der Bedarf priorisiert? Werden mehrere Anbieter verglichen und die Auswahl begründet? Wenn ja – Sie haben einen guten Partner gefunden.
Häufig gestellte Fragen zu Seriösen Versicherungsmakler erkennen: Checkliste, Erfahrungen & Warnsignale
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1 Woran erkenne ich einen seriösen Versicherungsmakler?
Ein seriöser Versicherungsmakler verfügt über eine Registrierung im Vermittlerregister (DIHK), ist unabhängig von Versicherungsgesellschaften tätig, besitzt eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung und dokumentiert seine Beratung lückenlos in einem Protokoll. Transparente Informationen zu Status und Vergütung sind Pflicht.
2 Was ist der Unterschied zwischen Versicherungsmakler und Versicherungsvertreter?
Ein Versicherungsmakler steht rechtlich auf der Seite des Kunden (Sachwalterhaftung) und greift auf fast den gesamten Markt zu. Ein Versicherungsvertreter handelt im Auftrag einer oder mehrerer Gesellschaften und ist an deren Produkte gebunden. Er vertritt die Interessen des Versicherers.
3 Ist die Beratung durch einen Versicherungsmakler kostenpflichtig?
Nein, in Deutschland ist die Beratung durch Makler für Endkunden bei Sach- und Vorsorgeprodukten meist kostenfrei. Der Makler erhält bei Abschluss eine Courtage vom Versicherer. Alternativ gibt es Honorarberater, die eine direkte Gebühr vom Kunden verlangen, dafür aber Nettotarife ohne eingepreiste Provisionen vermitteln.
4 Was sind Warnsignale bei einer Versicherungsberatung?
Achten Sie auf Druckausübung, das Verschweigen von Nachteilen, fehlende Marktvergleiche oder mangelnde Erreichbarkeit. Ein Warnsignal ist zudem, wenn der Makler bestehende, gute Verträge ohne triftigen Grund sofort kündigen möchte, um Neuabschlüsse zu generieren (Undeckung).
5 Welche Unterlagen muss ein Makler mir aushändigen?
Ein Makler muss Erstinformationen (Status, Register-Nr.), eine Bedarfsanalyse und ein Beratungsprotokoll aushändigen. In der Erstinformation steht, wie er registriert ist und welche Schlichtungsstellen bei Streitigkeiten zuständig sind. Das Protokoll sichert Ihre Ansprüche bei Fehlberatung.
6 Wer haftet bei einer Fehlberatung durch den Makler?
Makler haften für Beratungsfehler mit ihrem gesamten Vermögen (Sachwalterhaftung). Zur Absicherung müssen sie zwingend eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung mit gesetzlich vorgeschriebenen Mindestversicherungssummen vorweisen. Dies schützt Kunden vor finanziellen Verlusten durch Fehlberatung.
7 Wo kann ich prüfen, ob ein Makler offiziell zugelassen ist?
Das Vermittlerregister (vermittlerregister.info) der DIHK ermöglicht die Suche nach der Registrierungsnummer. Dort ist hinterlegt, ob die Person als Makler, Vertreter oder Honorarberater zugelassen ist und ob eine gültige Berufshaftpflicht vorliegt.
8 Ist ein Honorarberater besser als ein Versicherungsmakler?
Honorarberater sind unabhängiger von Abschlüssen, da sie direkt vom Kunden bezahlt werden. Das lohnt sich oft bei hohen Anlagesummen oder langfristiger Altersvorsorge (Nettotarife). Makler sind für Kunden vorteilhaft, die keine direkten Honorare zahlen möchten und Standardabsicherungen suchen.
9 Muss ein Makler alle Versicherungen am Markt anbieten?
Nein, ein Makler sollte einen Marktvergleich aus einer hinreichenden Anzahl von Versicherern anbieten. Er muss nicht jedes Nischenprodukt kennen, aber die für die Kundensituation relevantesten Anbieter objektiv vergleichen und die Auswahl begründen.
10 Wie erkenne ich einen fairen Maklervertrag?
Der Maklervertrag regelt die Zusammenarbeit und Vollmacht. Er erlaubt dem Makler, in Ihrem Namen Angebote einzuholen oder Verträge zu verwalten. Achten Sie auf kurze Kündigungsfristen (meist sofort oder 3 Monate) und darauf, dass keine versteckten Kosten vereinbart werden.
11 Warum zum Makler statt zum Online-Vergleichsportal?
In Online-Portalen findet oft keine individuelle Bedarfsanalyse statt. Makler bieten persönliche Haftung, Unterstützung im Schadensfall und eine langfristige Betreuung. Portale nutzen oft standardisierte Algorithmen, die komplexe Lebenssituationen oder Vorerkrankungen (z.B. bei der BU) kaum berücksichtigen können.
12 Kann ich den Versicherungsmakler jederzeit kündigen?
Ein Maklervertrag kann in der Regel jederzeit ohne Einhaltung langer Fristen gekündigt werden, sofern nichts anderes schriftlich vereinbart wurde. Die Kündigung sollte schriftlich erfolgen. Bestehende Versicherungsverträge laufen danach normal weiter, werden aber nicht mehr vom Makler betreut.
13 Welche Rolle spielt Software bei der Maklerauswahl?
Gute Makler nutzen moderne Vergleichssoftware und bieten digitale Kundenordner an. Dennoch ist die persönliche Erfahrung wichtig, da Software oft nur Preis-Leistung, aber nicht die Schadensfallabwicklung oder Kulanz der Versicherer bewerten kann. Ein Mix aus Technik und Expertise ist ideal.
14 Wie wichtig sind Erfahrungen anderer Kunden im Netz?
Erfahrungsberichte auf Portalen wie Trustpilot oder Google geben Hinweise, sollten aber kritisch geprüft werden. Achten Sie auf detaillierte Beschreibungen der Beratungssituation statt auf kurze Lobeshymnen. Fachliche Expertise zeigt sich oft auch durch informative Blogartikel oder Webinare des Maklers.
15 Was passiert nach dem Versicherungsabschluss beim Makler?
Nach dem Abschluss betreut ein guter Makler Ihre Verträge laufend. Er unterstützt bei Schadensmeldungen, prüft regelmäßige Anpassungen an Ihre Lebenssituation (Heirat, Hauskauf) und dient als Schnittstelle zum Versicherer, um Ihre Interessen durchzusetzen.
16 Wie hoch ist die Provision eines Versicherungsmaklers?
Die Courtage ist meist in die Versicherungsprämie eingepreist. Sie liegt bei Sachversicherungen oft zwischen 10-25% des Jahresbeitrags, bei Lebensversicherungen bei ca. 2,5% der Summe. Ein seriöser Makler legt auf Nachfrage offen, wie hoch die Vergütung ausfällt.
17 Sollte ich einen spezialisierten Makler wählen?
Ein Makler mit Spezialisierung (z.B. auf Ärzte, Beamte oder private Krankenversicherung) verfügt über tieferes Fachwissen zu spezifischen Klauseln und Tarifbesonderheiten. Für komplexe Risiken ist ein spezialisierter Makler einem Generalisten meist vorzuziehen.
18 Wie viele Angebote muss ein Makler vergleichen?
Ein Makler sollte mindestens 10-15 verschiedene Gesellschaften vergleichen. In der Praxis nutzen Makler Pools, die Zugriff auf über 100 Anbieter ermöglichen. Ein Vergleich von nur zwei oder drei Firmen ist für einen Makler meist unzureichend.
19 Darf ein Makler bestimmte Versicherer bevorzugen?
Ja, ein Makler ist gesetzlich verpflichtet, Sie objektiv zu beraten. Bevorzugt er einen Anbieter nur wegen höherer Provisionen, verletzt er seine Sorgfaltspflicht. Das Beratungsprotokoll muss die Gründe für die Empfehlung eines spezifischen Tarifs nachvollziehbar darlegen.
20 Ist ein häufiger Wechsel der Versicherungen durch den Makler gut?
Umschichtungen (Storno-Haftung) können sinnvoll sein, wenn der neue Tarif deutlich besser oder günstiger ist. Seien Sie jedoch vorsichtig, wenn kurz nach Vertragsbeginn erneut gewechselt werden soll, da dies oft nur der Generierung neuer Provisionen dient. Lassen Sie sich den Vorteil schriftlich belegen.
21 Wie prüfe ich die Seriosität bei einer Online-Beratung?
Vergewissern Sie sich, dass der Makler eine Videoberatung mit Bildschirmübertragung anbietet und die Dokumentation rechtssicher digital erfolgt. Achten Sie auf Datenschutz (DSGVO) und darauf, dass er trotz Distanz eine individuelle Analyse Ihrer Unterlagen vornimmt.
22 Kann man einen Makler bei Fehlberatung verklagen?
Ja, auch ein Makler kann Fehler machen. Durch die Dokumentationspflicht und die obligatorische Haftpflichtversicherung sind Sie jedoch absichert. Bei Unstimmigkeiten können Sie sich zudem kostenlos an den Versicherungsombudsmann wenden, um eine außergerichtliche Klärung herbeizuführen.
23 Worauf muss ich bei der Bedarfsanalyse achten?
Die Bedarfsanalyse ist das Fundament der Beratung. Ein Makler muss Ihre finanzielle Situation, bestehende Risiken und Ziele abfragen. Ohne diese Analyse kann keine passgenaue Produktauswahl erfolgen. Sie dient zudem als Beweismittel für die Eignung der Empfehlung.
24 Gibt es eine Checkliste für das Erstgespräch?
Prüfen Sie: 1. Registrierung im Vermittlerregister, 2. Unabhängigkeit (kein Vertreterstatus), 3. Vollständigkeit der Erstinformation, 4. Qualität der Bedarfsanalyse, 5. Transparenz der Kosten, 6. Vorhandensein eines detaillierten Beratungsprotokolls, 7. Erreichbarkeit und Serviceversprechen im Schadensfall.
25 Muss ich alle meine Versicherungen zum Makler übertragen?
Nein, ein guter Makler erkennt bestehende, hochwertige Verträge an und empfiehlt deren Beibehalt. Seriöse Beratung bedeutet, Lücken zu schließen, nicht zwangsläufig alles neu abzuschließen. Wer pauschal alles Bestehende schlechtredet, handelt oft provisionsorientiert.
26 Wie sieht die Zukunft der Versicherungsvermittlung aus?
Die Zukunft liegt in der "Phygital"-Beratung: Eine Kombination aus hocheffizienten digitalen Tools für Verwaltung und KI-gestützter Analyse, gepaart mit menschlicher Expertise für emotionale und komplexe Entscheidungen. Transparenz und kundenzentrierte Honorarmodelle werden wichtiger.
27 Wie erkenne ich fachliche Kompetenz beim Makler?
Stellen Sie Detailfragen zu Klauseln (z.B. "Verzicht auf abstrakte Verweisung" in der BU). Ein Experten-Makler kann diese Begriffe ohne Zögern erklären und deren Relevanz für Ihre Situation bewerten. Ausweichende Antworten deuten auf mangelnde Fachkompetenz hin.
28 Was bedeutet es, wenn ein Makler mit einem Pool zusammenarbeitet?
Maklerpools sind Dienstleister, die Maklern Zugang zu vielen Versicherern und Technik bieten. Das ist für Kunden positiv, da der Makler so eine enorme Marktabdeckung erreicht, ohne mit jeder Gesellschaft Einzelverträge führen zu müssen. Die Unabhängigkeit bleibt dabei gewahrt.
29 Warum ist das Beratungsprotokoll so wichtig?
Das Protokoll muss Ihre Wünsche, die ausgesprochenen Empfehlungen und vor allem die Begründung dafür enthalten. Es ist Ihr wichtigstes Dokument, um im Schadensfall nachzuweisen, dass Sie auf bestimmte Risiken hingewiesen wurden oder eine spezifische Absicherung verlangt haben.
30 Was tut der Makler, wenn die Versicherung nicht zahlen will?
Der Makler unterstützt Sie aktiv. Er prüft die Deckung, hilft beim Ausfüllen von Formularen und korrespondiert mit dem Versicherer. Er fungiert als Ihr fachlicher Beistand, um sicherzustellen, dass berechtigte Ansprüche nicht mit formalen Begründungen abgelehnt werden.
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Über den Autor

Thomas Dewein
Fachwirt für Versicherungen & Finanzen (IHK Ulm) · DVA-zertifiziert
Seit über 18 Jahren Versicherungsmakler mit freier Anbieterauswahl in der Region Ulm. Thomas Dewein vergleicht über 250 Versicherer und berät Privat- wie Gewerbekunden persönlich.
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