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BAUFINANZIERUNG

Anschluss­finanzierung

Optimale Konditionen nach Ablauf der Zinsbindung

Endet Ihre 10-Jahres-Zinsbindung? Bei aktuellen Zinsschwankungen kann ein Wechsel der Bank tausende Euro sparen — die Hausbank ist selten die beste Wahl.

5/5— 43+ Bewertungen
Bis 6 Mon.vorher prüfen
Bankwechseloft günstiger
Sondertilgungsichern
ForwardOption

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Wissen

Was ist eine Anschluss­finanzierung?

Die Anschluss­finanzierung ist die Fortführung Ihrer Baufinanzierung nach Ablauf der ursprünglichen Sollzinsbindung. Da Baufinanzierungen typischerweise eine Restschuld nach Ende der ersten Bindungsfrist aufweisen, brauchen die meisten Eigentümer nach 10, 15 oder 20 Jahren eine neue Finanzierung — entweder bei der bisherigen Bank (Prolongation) oder bei einem neuen Anbieter (Umschuldung).

Viele Eigentümer unterzeichnen das erste Prolongations­angebot der Hausbank, ohne zu vergleichen. Das ist meist ein teurer Fehler: Die Hausbank weiß, dass ein Wechsel mit Aufwand verbunden ist, und kalkuliert oft nicht die besten Konditionen. Tatsächlich liegen die Marktangebote anderer Banken häufig 0,2 bis 0,5 Prozentpunkte günstiger — bei einer Restschuld von 200.000 Euro sind das schnell 10.000 bis 25.000 Euro Zinsersparnis.

Sinnvoll ist es, sich bereits 6 bis 36 Monate vor Ende der Zinsbindung mit der Anschluss­finanzierung zu beschäftigen. Bei steigenden Zinsen kann ein Forward-Darlehen die heutigen Konditionen für die Zukunft sichern — bei fallenden Zinsen lohnt es sich zu warten. Wir analysieren Ihre Restschuld, vergleichen die aktuellen Konditionen und prüfen, ob Prolongation oder Bankwechsel günstiger ist.

Leistungsübersicht

Leistungen

Was umfasst eine optimale Anschluss­finanzierung?

01

Prolongation bei Hausbank vergleichen

Erstes Angebot der Hausbank prüfen — selten das beste, aber Verhandlungs­basis für Vergleichsangebote.

02

Umschuldung zu günstigerer Bank

Wechsel zu einer anderen Bank mit besseren Konditionen — oft 0,2-0,5% niedrigerer Zins.

03

Forward-Darlehen für Zinssicherung

Heutige Zinsen für eine Anschluss­finanzierung in 1-5 Jahren reservieren — Schutz vor Zinsanstieg.

04

KfW erneut prüfen

Bei energetischer Sanierung oder Modernisierung lassen sich auch im Anschluss neue KfW-Förderungen nutzen.

05

Tilgung anpassen

Höhere Tilgung wegen geringerer Restschuld oder gestiegenem Einkommen — verkürzt die Restlaufzeit deutlich.

06

Restschuld optimieren

Sondertilgungen oder Eigenkapital­einsatz reduzieren die Restschuld und verbessern die Konditionen.

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Zielgruppen

Für wen ist die Anschluss­finanzierung relevant?

Hausbesitzer mit auslaufender Zinsbindung

Klassischer Fall: 10 oder 15 Jahre Zinsbindung enden — jetzt zählt der Vergleich, nicht die Bequemlichkeit.

Erbe einer Immobilie

Wer eine Immobilie mit laufendem Kredit erbt, sollte die Konditionen prüfen und ggf. neu strukturieren.

Anlagewohnungs-Besitzer

Bei vermieteten Objekten geht es zusätzlich um steuerliche Optimierung — andere Tarife oft attraktiver.

Eigentümer nach Modernisierung

Energetische Sanierung verändert Beleihungswert und KfW-Möglichkeiten — guter Anlass für neue Konditionen.

Kosten & Preise

Kosten

Was kostet eine Anschluss­finanzierung?

Beratung & Vergleich
kostenlos
Notar (bei Bankwechsel)
ca. 200–500 €
Grundbuch (bei Bankwechsel)
ca. 300–1.000 €
Prolongation Hausbank
meist gebührenfrei

Die Beratung ist für Sie kostenlos. Bei einem Bankwechsel fallen meist 500-1.500 Euro für Notar und Grundbuchabtretung an. Diese Kosten amortisieren sich bei einer ordentlichen Zinsdifferenz typischerweise innerhalb von 1-2 Jahren — danach ist jeder weitere Monat reine Ersparnis. Die genannten Werte sind unverbindliche Orientierungswerte.

Checkliste

Worauf achten bei der Anschluss­finanzierung?

Spätestens 6 Monate vor Ablauf der Zinsbindung mit Vergleich beginnen
Erstes Hausbank-Angebot nicht ungeprüft annehmen — fast nie das beste
Effektivzins vergleichen, nicht den nominalen Sollzins
Sondertilgungs­optionen vertraglich neu vereinbaren
Tilgungssatz an aktuelle Lebenssituation anpassen — meist höher als zu Beginn
Forward-Darlehen prüfen, wenn Zinsbindungs­ende über 12 Monate entfernt liegt
Notar- und Grundbuch­kosten in den Wirtschaftlichkeits­vergleich einbeziehen
KfW-Programme erneut auf Anwendbarkeit prüfen — gerade nach Sanierung
FAQ

Häufige Fragen

Spätestens 6 Monate vor Ablauf der Zinsbindung sollten Sie aktiv werden — viele Banken verschicken um diese Zeit das erste Prolongations­angebot. Bei einem Forward-Darlehen kann es sinnvoll sein, sich schon 3-5 Jahre vorher mit den Konditionen zu beschäftigen, um sich gegen einen möglichen Zinsanstieg abzusichern.
In den meisten Fällen ja. Bei einer Restschuld von 200.000 Euro bringt schon ein Zinsvorteil von 0,3 Prozentpunkten über 10 Jahre rund 6.000 Euro. Die Notar- und Grundbuch­kosten von typischerweise 500-1.500 Euro sind nach 1-2 Jahren amortisiert. Wir rechnen das in der Beratung exakt aus.
Eine Prolongation ist die Verlängerung des bestehenden Vertrags bei der gleichen Bank — meist ohne erneute Bonitätsprüfung und ohne Notarkosten. Eine Umschuldung ist der Wechsel zu einer anderen Bank, der mit erneuter Prüfung und Notar­kosten verbunden ist, dafür aber oft deutlich bessere Konditionen bietet.
Reagieren Sie nicht, schaltet die Bank meist auf einen variablen Zinssatz um — typischerweise zu deutlich ungünstigeren Konditionen. Sie können den Vertrag dann zwar mit kurzer Frist kündigen, sind aber zwischenzeitlich teuren Bedingungen ausgesetzt. Reagieren Sie deshalb unbedingt rechtzeitig.
Ja — und das sollten Sie ausdrücklich tun. Übliche Sonder­tilgungs­rechte sind 5-10% der ursprünglichen Darlehens­summe pro Jahr, oft kostenfrei. Auch ein Tilgungswechsel (Erhöhung oder Senkung der Monatstilgung während der Laufzeit) lässt sich vereinbaren — wertvolle Flexibilität für die kommenden Jahre.
Im Anschluss empfiehlt sich oft eine höhere Tilgung als in der Erstfinanzierung — typisch 3-5% statt 1-2%. Grund: Die Restschuld ist niedriger, das Einkommen ist gestiegen, und die Restlaufzeit lässt sich so deutlich verkürzen. Ziel sollte sein, die Immobilie spätestens zu Renteneintritt vollständig abbezahlt zu haben.

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