Die Betriebsunterbrechungsversicherung — kurz BU-Versicherung oder BUV — sichert Unternehmen gegen die finanziellen Folgen eines Betriebsstillstands ab. Sie ergänzt klassische Sachversicherungen wie die Gebäude- oder Geschäftsinhaltsversicherung um eine entscheidende Komponente: Während die Sachversicherung den materiellen Schaden ersetzt (Reparatur, Ersatz), übernimmt die BU-Versicherung die wirtschaftlichen Folgekosten — entgangenen Gewinn und weiterlaufende fixe Kosten.
Versichert sind in der Regel Ertragsausfall (entgangener Betriebsgewinn) und die laufenden Betriebskosten, die trotz Stillstand weiterlaufen: Mieten, Gehälter der Mitarbeiter, Leasingraten, Kreditzinsen, Versicherungsbeiträge und Energie-Grundgebühren. Auch Mehrkosten für einen Notbetrieb, Auslagerung oder Anmietung von Ersatzräumen können mitversichert werden. Die maximale Leistungsdauer wird über die sogenannte Haftzeit festgelegt — typisch 12, 18 oder 24 Monate.
Auslöser einer Betriebsunterbrechung sind klassisch Sachschäden: Feuer, Leitungswasser, Sturm, Einbruch oder ein Maschinenbruch. Moderne Tarife können um Cyber-Betriebsunterbrechung erweitert werden, die auch IT-Ausfälle nach Hackerangriffen abdeckt. Die Prämie hängt stark vom Versicherungswert (1 Jahr Umsatz minus variable Kosten) und der gewählten Haftzeit ab. Wir vergleichen die Konditionen führender Industrieversicherer und finden die passende Lösung für Ihr Unternehmen.