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GEWERBEVERSICHERUNG

Betriebsunterbrechungsversicherung

Wenn der Betrieb stillsteht, läuft die Existenzbedrohung

Brand, Wasserschaden oder Cyberangriff — und der Laden steht still. Aber Mieten, Gehälter und Kredite laufen weiter. Die BU-Versicherung sichert das Überleben.

4.8/5— 127+ Bewertungen
Ertragsausfall+ laufende Kosten
12-24 MonateHaftzeit
Sach-Policekombinierbar
Existenzschutz

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Wissen

Was ist eine Betriebsunterbrechungsversicherung?

Die Betriebsunterbrechungsversicherung — kurz BU-Versicherung oder BUV — sichert Unternehmen gegen die finanziellen Folgen eines Betriebsstillstands ab. Sie ergänzt klassische Sachversicherungen wie die Gebäude- oder Geschäftsinhaltsversicherung um eine entscheidende Komponente: Während die Sachversicherung den materiellen Schaden ersetzt (Reparatur, Ersatz), übernimmt die BU-Versicherung die wirtschaftlichen Folgekosten — entgangenen Gewinn und weiterlaufende fixe Kosten.

Versichert sind in der Regel Ertragsausfall (entgangener Betriebsgewinn) und die laufenden Betriebskosten, die trotz Stillstand weiterlaufen: Mieten, Gehälter der Mitarbeiter, Leasingraten, Kreditzinsen, Versicherungsbeiträge und Energie-Grundgebühren. Auch Mehrkosten für einen Notbetrieb, Auslagerung oder Anmietung von Ersatzräumen können mitversichert werden. Die maximale Leistungsdauer wird über die sogenannte Haftzeit festgelegt — typisch 12, 18 oder 24 Monate.

Auslöser einer Betriebsunterbrechung sind klassisch Sachschäden: Feuer, Leitungswasser, Sturm, Einbruch oder ein Maschinenbruch. Moderne Tarife können um Cyber-Betriebsunterbrechung erweitert werden, die auch IT-Ausfälle nach Hackerangriffen abdeckt. Die Prämie hängt stark vom Versicherungswert (1 Jahr Umsatz minus variable Kosten) und der gewählten Haftzeit ab. Wir vergleichen die Konditionen führender Industrieversicherer und finden die passende Lösung für Ihr Unternehmen.

Leistungsübersicht

Leistungen

Was deckt die Betriebsunterbrechungsversicherung ab?

01

Ertragsausfall

Entgangener Gewinn während des Stillstands — also der Betriebsgewinn, den das Unternehmen ohne Schaden erwirtschaftet hätte.

02

Laufende Betriebskosten

Fixe Kosten, die trotz Stillstand weiterlaufen — Mieten, Gehälter, Leasingraten, Kreditzinsen, Versicherungsbeiträge.

03

Mehrkosten für Notbetrieb

Zusätzliche Kosten für die Aufrechterhaltung des Betriebs — Anmietung von Ersatzräumen, Auslagerung, Beschleunigungskosten bei Wiederaufbau.

04

Haftzeit 12 / 24 / 36 Monate

Maximale Dauer der Leistung — wichtig vor allem bei langer Wiederbeschaffungszeit von Spezialmaschinen oder Sondergebäuden.

05

Rückwirkungsschäden

Ausfall durch Sachschaden bei einem Zulieferer oder Kunden — etwa wenn ein Lieferant nach Brand nicht mehr produzieren kann.

06

Cyber-Betriebsunterbrechung

Ertragsausfall nach IT-Vorfällen — Ransomware, DDoS-Angriffen oder Systemausfällen, die den Geschäftsbetrieb lahmlegen.

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Zielgruppen

Welche Unternehmen brauchen eine BU-Versicherung?

Produktionsbetriebe

Maschinenkritische Unternehmen — Ausfall einer Produktionslinie bedeutet sofort Stillstand der gesamten Fertigung.

Gastronomie / Einzelhandel

Stark standortabhängig — Brand oder Wasserschaden kann monatelangen Schließbetrieb bedeuten, während Miete und Gehälter weiterlaufen.

Hotels (saisonal)

Saisonale Spitzenumsätze — ein Schaden in der Hochsaison kann den Jahresumsatz vernichten. Saisonklauseln sind wichtig.

IT-Dienstleister

Hohes Cyber-Risiko — Ransomware oder Serverausfall führen zu sofortiger Unterbrechung der Dienstleistungserbringung.

Kosten & Preise

Kosten

Was kostet eine Betriebsunterbrechungsversicherung?

Kleine Betriebe
ab 0,1–0,3% des VWs
Mittlere Betriebe
ab 0,2–0,5% des VWs
Mit Cyber-BU
Aufpreis 20–40%
Längere Haftzeit
Aufpreis 10–30%

Die Prämie liegt typischerweise bei 0,1–0,5 Prozent des Versicherungswerts pro Jahr. Versicherungswert = ein Jahr Umsatz minus variable Kosten (Material, Wareneinsatz). Faktoren sind Branche, Haftzeit, Risikoprofil und Selbstbehalt. Die genannten Werte sind branchenübliche Richtwerte — exakte Prämien hängen von individuellen Faktoren ab. Wir berechnen den Versicherungswert für Ihren Betrieb.

Checkliste

Worauf achten beim Abschluss?

Versicherungswert korrekt berechnen — 1 Jahr Umsatz minus variable Kosten = Fixkosten plus Gewinn
Haftzeit ausreichend wählen — 12 Monate sind oft zu kurz, 24 Monate empfehlenswert
Sachversicherung als Voraussetzung — BU-Police koppelt sich meist an Feuer- oder All-Risk-Police
Saisonbetriebe: Saisonklausel prüfen — Hochsaisonschaden anders bewerten als Nebensaison
Cyber-Betriebsunterbrechung erwägen — IT-Ausfälle werden in klassischer BU oft nicht erfasst
Rückwirkungsschäden prüfen — Ausfall durch Lieferanten oder Kunden
Selbstbehalt — meist als Karenzzeit (z. B. 24-72 Stunden) statt Geldbetrag
Wiederherstellungspflicht — der Betrieb muss am gleichen Standort wieder aufgebaut werden
FAQ

Häufige Fragen

Der Versicherungswert ist die Bezugsgröße für Prämie und Entschädigung. Er entspricht in der Regel einem Jahr Umsatz minus variable Kosten (Wareneinsatz, Roh- und Hilfsstoffe). Übrig bleiben die Fixkosten plus der Betriebsgewinn — also genau die Summe, die im Schadensfall ausgeglichen werden muss. Wichtig ist eine korrekte Berechnung — bei Unterversicherung kürzt der Versicherer im Schadensfall anteilig.
Die Haftzeit ist die maximale Dauer, für die der Versicherer leistet. Üblich sind 12, 18, 24 oder 36 Monate. Entscheidend ist die realistische Wiederaufbauzeit: Eine Schreinerei kann oft binnen Monaten wieder produzieren, eine Spezialfertigung mit Sondermaschinen braucht 18-24 Monate. Auch behördliche Genehmigungsverfahren — etwa Baugenehmigung nach Brand — können Monate kosten. 12 Monate sind in der Praxis häufig zu kurz.
Klassische BU-Versicherungen knüpfen an Sachschäden an — ein reiner IT-Ausfall ohne physischen Schaden löst sie nicht aus. Wer durch Ransomware, DDoS-Angriff oder Systemausfall einen Stillstand erleidet, braucht eine Cyber-Betriebsunterbrechung als Zusatzbaustein. Für IT-abhängige Unternehmen, Online-Händler und Dienstleister mit hoher Digitalisierung ist diese Erweiterung praktisch unverzichtbar.
Nein — Pandemiebedingte Betriebsschließungen sind in den meisten BU-Tarifen ausdrücklich ausgeschlossen. Klassische BU-Policen knüpfen an Sachschäden am eigenen Betrieb an, nicht an behördlich angeordnete Schließungen ohne physischen Schaden. Spezielle Pandemie- oder Seuchen-Bausteine sind seit 2020 nur noch eingeschränkt verfügbar und meist mit klaren Ausschlüssen versehen.
In der BU-Versicherung wird der Selbstbehalt häufig als Karenzzeit ausgestaltet — also eine zeitliche Wartefrist, ab der die Versicherung leistet. Üblich sind 24 bis 72 Stunden, manchmal auch 7 Tage. Schäden, die innerhalb der Karenzzeit behoben werden, sind nicht entschädigungspflichtig. Eine längere Karenzzeit senkt die Prämie spürbar — ist aber nur sinnvoll, wenn das Unternehmen kurze Stillstände aus eigener Liquidität tragen kann.
Die Auszahlung erfolgt in der Regel laufend während der Unterbrechung — also nicht erst am Ende, sondern als kontinuierliche Liquiditätshilfe, oft monatlich. Der Versicherer prüft anhand der Buchhaltung den entgangenen Gewinn und die weiterlaufenden Fixkosten. Wichtig: Die wirtschaftliche Wiederherstellung wird vom Versicherer mitgesteuert — wer den Wiederaufbau verzögert, riskiert Leistungskürzung.

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