Eine Kaninchenversicherung übernimmt die Kosten für Tierarztbehandlungen — entweder nur für Operationen (OP-Versicherung) oder umfassend inkl. ambulanter Behandlungen, Medikamente und Diagnostik (Krankenversicherung). Anders als bei Hund und Katze ist der Markt für Heimtiere deutlich kleiner — nur eine Handvoll Versicherer (AGILA, Petplan, Helvetia, Uelzener) bieten Kaninchen-Tarife an.
Der Bedarf ist real: Kaninchen sind anatomisch komplex (Verdauungssystem, Zähne, empfindliche Wirbelsäule) und benötigen oft tierärztliche Behandlung von spezialisierten Heimtierpraxen. Eine Magenüberdrehung (häufige Notfallindikation) bedeutet Operation für 800–1.500 €. Zahnfehlstellungen, ein klassisches Kaninchen-Problem, verursachen über die Lebenszeit oft 2.000–4.000 € Behandlungskosten.
Wichtig zu wissen: Die GOT (Gebührenordnung für Tierärzte) wurde 2022 reformiert — Tierarztkosten sind seitdem im Schnitt 20 % gestiegen. Der finanzielle Druck im Krankheitsfall ist deutlich höher als noch vor wenigen Jahren.