Wer kann in Neu-Ulm in die Private Krankenversicherung wechseln?
Drei Personenkreise: (1) Angestellte, deren regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreitet — 2026 liegt diese allgemeine Grenze bei 77.400 € brutto im Jahr (6.450 € im Monat); für bestimmte Bestandsfälle mit privatem Versicherungsschutz am 31.12.2002 gilt eine besondere Grenze von 69.750 €. Überschreiten Sie die Grenze erstmals im bestehenden Beschäftigungsverhältnis, werden Sie grundsätzlich erst zum Jahresende versicherungsfrei — und nur, wenn Ihr Entgelt auch die Grenze des Folgejahres überschreitet. (2) Selbstständige und Freiberufler — hier hängt der Versicherungsstatus vom Einzelfall ab (z. B. Art und Dauer der Tätigkeit, Einkommen, Vorversicherung). (3) Beamte, Referendare und beamtenähnliche Personen mit Beihilfeanspruch — für sie ist die PKV mit Beihilfe-Ergänzungstarif häufig wirtschaftlicher als die freiwillige GKV, je nach Dienstherr und Beihilfesatz. Wir prüfen Ihre Voraussetzungen und rechnen beide Szenarien langfristig durch. Quelle: Bundesgesundheitsministerium, Stand 2026.
Was kostet die PKV für Angestellte in Neu-Ulm?
Das lässt sich seriös nicht pauschal beantworten: Der Beitrag richtet sich nach Eintrittsalter, Gesundheitszustand (Risikozuschläge oder Ausschlüsse sind möglich), gewünschten Leistungsbausteinen und der Selbstbeteiligung. Angestellte erhalten zusätzlich einen Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung, dessen Höhe sich nach dem tatsächlichen Beitrag und den gesetzlichen Höchstbeträgen richtet. Wichtiger als die Einstiegsprämie ist die langfristige Beitragsentwicklung: Wir vergleichen daher Alterungsrückstellungen, Beitragshistorie und Anpassungsverhalten der Anbieter — und rechnen Ihre persönliche Belastung bis ins Rentenalter durch, statt mit Lockvogel-Preisen zu arbeiten.
Ist PKV mit Beihilfe für bayerische Beamte in Neu-Ulm sinnvoll?
Häufig, aber nicht automatisch. Bayerische Beamte erhalten je nach Dienstherr, Familienstand und Lebenssituation einen Beihilfeanteil an den Krankheitskosten; der PKV-Beihilfe-Ergänzungstarif deckt nur den Restanteil und ist entsprechend günstiger als ein Volltarif. Ob sich das gegenüber der freiwilligen GKV rechnet, hängt von Beihilfesatz, Familienplanung, Gesundheitszustand und der geplanten Laufbahn ab. Wir rechnen beide Wege ehrlich gegenüber — inklusive der Situation im Ruhestand.
Kann ich die PKV in Neu-Ulm wieder verlassen?
Ja, aber nur wenn ein neuer Pflichtversicherungstatbestand in der GKV entsteht – etwa wenn das regelmäßige Entgelt als Angestellte oder Angestellter unter die Jahresarbeitsentgeltgrenze fällt oder Selbstständige eine versicherungspflichtige Beschäftigung aufnehmen und die Selbstständigkeit nicht mehr hauptberuflich ausüben. Ab 55 Jahren bleibt man trotz eines solchen Tatbestands versicherungsfrei, wenn alle drei Voraussetzungen zusammen erfüllt sind: das 55. Lebensjahr ist vollendet, man war in den letzten fünf Jahren nicht gesetzlich versichert, und in mindestens der Hälfte dieser Zeit war man versicherungsfrei, von der Versicherungspflicht befreit oder hauptberuflich selbstständig (§ 6 Abs. 3a SGB V). Quelle: Bundesministerium für Gesundheit, »Wechsel zwischen GKV und PKV« (Stand 03.09.2026). Deshalb rechnen wir im Erstgespräch auch den Fall »in der GKV bleiben« durch.


