Die E-Auto-Versicherung basiert auf der gleichen Struktur wie die klassische KFZ-Versicherung (Haftpflicht, Teilkasko, Vollkasko), enthält aber spezielle Bausteine für Elektrofahrzeuge. Der entscheidende Unterschied: Der Akku eines Elektroautos macht 30–40 % des Fahrzeugwerts aus und ist das teuerste Einzelbauteil. Ein Akku-Totalschaden kann 10.000–20.000 Euro kosten.
Spezielle E-Auto-Tarife decken Risiken ab, die bei Verbrennern nicht existieren: Tiefentladung des Akkus, Kurzschluss- und Überspannungsschäden an der Hochvolttechnik, Marderbiss an Hochvoltkabeln (deutlich teurer als bei 12V-Kabeln), Schäden an der Wallbox oder dem Ladekabel sowie Folgeschäden durch fehlerhafte Software-Updates.
Die gute Nachricht: E-Autos sind bei einigen Versicherern sogar günstiger als vergleichbare Verbrenner, da sie weniger Verschleißteile haben und seltener in der Werkstatt sind. Gleichzeitig sind Vollkasko-Tarife wegen des hohen Akku-Werts tendenziell 10–20 % teurer. Ein spezieller E-Auto-Tarif ist daher immer die bessere Wahl als eine Standard-KFZ-Police.