Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird der PKV-Beitrag nicht prozentual vom Einkommen, sondern aktuariell aus dem individuellen Risiko des Versicherten berechnet. Die wichtigsten Faktoren: Eintrittsalter, Geschlecht (seit 2012 in Neuverträgen unisex), Gesundheitszustand bei Vertragsabschluss, gewählter Leistungsumfang (Chefarzt, Einbettzimmer, Zahn, Heilpraktiker), Selbstbehalt sowie Beitragsentlastungs-Bausteine für die Rentenphase.
Im Schnitt 2026 zahlt ein 30-jähriger Angestellter in einem hochwertigen PKV-Top-Tarif zwischen 350 und 450 €/Monat, der Arbeitgeber trägt davon die Hälfte (max. 471,32 €). Effektiv bleiben für den Versicherten 175 bis 230 €. Selbstständige zahlen den vollen Beitrag selbst — hier können Top-Tarife 380 bis 580 € kosten. Beamte profitieren von der Beihilfe (50-70 % des Bundeslands) und versichern nur die Restkosten — meist 130 bis 320 €/Monat.
Die größten Sorgen vor der PKV betreffen die Beitragsentwicklung im Alter. Tatsächlich steigen PKV-Beiträge im Schnitt um 3-4 % pro Jahr (1980-2020, GDV-Statistik), während GKV-Beiträge mit rund 2,5 % zwar moderater steigen, aber durch GKV-Beitragsbemessungsgrenze und Zusatzbeiträge ebenfalls stark wachsen. Wer früh einen guten Tarif mit Beitragsentlastungs-Komponenten ab 60/65 wählt, kann die PKV im Alter stabil halten — wer billig kauft, zahlt im Alter doppelt.
Wichtig: Die Wahl des Selbstbehalts (0 / 300 / 600 / 1.200 €) beeinflusst den Beitrag um 10-25 %. Wer regelmäßig Arzt geht, wählt 0 €; wer selten krank ist, kann mit 600-1.200 € Selbstbehalt deutlich sparen. Beitragsentlastungs-Tarife (BET) parken zusätzliches Geld, um den Beitrag ab Renteneintritt um 100-300 €/Monat zu reduzieren.