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Berufsunfähigkeitsversicherung: Warum sie jeder braucht

Warum eine Berufsunfähigkeitsversicherung unverzichtbar ist

Die Statistiken sind alarmierend: Rund 25 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland werden im Laufe ihres Berufslebens berufsunfähig. Das bedeutet, dass jeder vierte Arbeitnehmer irgendwann seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann. Die staatliche Absicherung über die Erwerbsminderungsrente reicht dabei bei weitem nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten.

Wer braucht eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die kurze Antwort: Jeder, der von seinem Einkommen lebt. Besonders wichtig ist eine BU-Versicherung für:

  • Angestellte: Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente beträgt im Schnitt nur etwa 900 Euro monatlich. Das deckt kaum die Grundkosten.
  • Selbstständige: Ohne gesetzliche Absicherung stehen Selbstständige bei Berufsunfähigkeit oft vor dem finanziellen Nichts.
  • Beamte: Zwar gibt es die Dienstunfähigkeitsversorgung, doch auch hier können erhebliche Versorgungslücken entstehen — besonders bei Beamten auf Widerruf oder Probe.
  • Berufseinsteiger und Studenten: Je jünger und gesünder Sie beim Abschluss sind, desto günstiger sind die Beiträge. Gesundheitliche Probleme, die später auftreten, können den Abschluss erschweren oder verteuern.

Die häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit

Viele denken bei Berufsunfähigkeit an schwere Unfälle. Doch die Realität sieht anders aus:

  1. Psychische Erkrankungen (ca. 30%): Burnout, Depressionen und Angststörungen sind die häufigste Ursache.
  2. Erkrankungen des Bewegungsapparats (ca. 20%): Rückenprobleme, Bandscheibenvorfälle und Gelenkerkrankungen.
  3. Krebserkrankungen (ca. 15%): Tumorerkrankungen können in jedem Alter auftreten.
  4. Herz-Kreislauf-Erkrankungen (ca. 8%): Herzinfarkt, Schlaganfall und ähnliche Erkrankungen.
  5. Unfälle (ca. 8%): Entgegen der landläufigen Meinung nur ein kleiner Teil.

Worauf Sie bei der BU-Versicherung achten sollten

Nicht jede BU-Versicherung ist gleich gut. Achten Sie besonders auf diese Punkte:

  • Verzicht auf abstrakte Verweisung: Der Versicherer darf Sie nicht auf einen anderen Beruf verweisen, den Sie theoretisch noch ausüben könnten.
  • Nachversicherungsgarantie: Ermöglicht die Erhöhung der BU-Rente bei bestimmten Lebensereignissen (Heirat, Geburt eines Kindes, Gehaltserhöhung) ohne erneute Gesundheitsprüfung.
  • Rückwirkende Leistung: Die Leistung sollte rückwirkend ab Beginn der Berufsunfähigkeit gezahlt werden, nicht erst ab Antragstellung.
  • Prognosezeitraum: Je kürzer der Zeitraum, ab dem Leistungen gezahlt werden, desto besser. Ideal sind 6 Monate.

Typische Fehler beim BU-Abschluss

  • Zu niedrige BU-Rente: Empfohlen werden mindestens 75 Prozent des Nettoeinkommens.
  • Falsches Endalter: Die BU-Rente sollte bis zum Renteneintrittsalter gezahlt werden (mindestens bis 67).
  • Unvollständige Gesundheitsangaben: Falsche oder unvollständige Angaben bei der Gesundheitsprüfung können im Leistungsfall zur Leistungsverweigerung führen.
  • Verzicht auf Beratung mit freier Anbieterauswahl: Ein Versicherungsmakler mit freier Anbieterauswahl vergleicht für Sie Tarife von über 250 Gesellschaften und findet den optimalen Schutz.

Warum ein Maklervergleich sinnvoll ist

Die Tarife und Bedingungen der verschiedenen Versicherer unterscheiden sich erheblich. Ein Versicherungsmakler mit freier Anbieterauswahl kennt die Stärken und Schwächen der einzelnen Anbieter und kann den Tarif finden, der am besten zu Ihrer persönlichen Situation passt. Die Beratung durch einen Makler ist für Sie kostenfrei — der Makler wird vom Versicherer vergütet.

Thomas Dewein

Fachwirt für Versicherungen und Finanzen (IHK)

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