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Sparen für Kinder

Kinderdepot oder Frühstartrente?

Flexibles Junior-Depot ohne Förderung — oder 10 € Staatsgeld mit Bindung bis 65? Der ehrliche Vergleich für Eltern, inklusive der Strategie, die beides kombiniert.

Die Kernfrage

Flexibilität oder Förderung — worum geht es wirklich?

Millionen Eltern sparen bereits im Junior-Depot — meist mit einem ETF-Sparplan bei einer Bank oder einem Neobroker. Mit der Frühstartrente stellt der Staat nun ein zweites Werkzeug daneben: gefördert, aber zweckgebunden für die Altersvorsorge.

Die Frage ist deshalb nicht „welches ist besser?", sondern „wofür sparen Sie?". Für den Führerschein mit 18 hilft keine Rente ab 65 — und für den Ruhestand in 60 Jahren schlägt geschenktes Staatsgeld mit Zinseszins fast jede Alternative.

Illustration: Waage mit zwei Sparschweinen — Kinderdepot und Frühstartrente in der Abwägung
Direktvergleich

Junior-Depot vs. Frühstartrente

Merkmal Kinderdepot Frühstartrente
ZweckFreies Sparziel: Führerschein, Studium, erste Wohnung — oder einfach VermögensaufbauZweckgebundene Altersvorsorge — Auszahlung grundsätzlich ab 65
Staatliche FörderungKeine — dafür volle Freiheit10 €/Monat vom Staat (6.–18. Lebensjahr) = 1.440 € geschenkt, plus Zinseszins
VerfügbarkeitJederzeit verkauf- und auszahlbar (ab 18 verfügt das Kind allein)Gebunden bis zum Renteneintritt — dafür kann niemand es vorher „verfrühstücken“
Eigene EinzahlungenUnbegrenzt; Sparpläne oft ab 1 €/MonatBis 6.840 € pro Jahr zusätzlich zur staatlichen Zahlung
SteuernErträge laufen auf das Kind: eigener Sparer-Pauschbetrag (1.000 €) und Grundfreibetrag — oft jahrelang steuerfrei (Stand 2026)Ansparphase steuerfrei; nachgelagerte Besteuerung erst bei Auszahlung im Alter
KostenJe nach Anbieter 0 € Depotgebühr; ETF-Sparpläne meist kostenlosStandarddepot-Verträge: gesetzlicher Effektivkostendeckel 1,0 %, keine Abschlusskosten bis 18
Risiken & NebenwirkungenKapitalerträge des Kindes können Familienversicherung/BAföG berühren; mit 18 gehört das Geld dem Kind — für jeden ZweckKapitalmarktschwankungen; sehr lange Bindung; Gesetz noch im Verfahren

Welche Aufteilung passt zu Ihren Sparzielen für Ihr Kind?

Unabhängig, kostenlos, ohne Verkaufsdruck — wir sagen auch, wenn Sie nichts ändern sollten.

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Unsere Empfehlung

Die Beides-hat-seinen-Job-Strategie

Baustein 1

Frühstartrente mitnehmen

Sobald verfügbar: eigenen Vertrag wählen (statt Bundesbank-Sammeltopf) und die 10 € Staatsgeld 12 Jahre lang einsammeln. Kostet Sie keinen Euro Eigenbeitrag.

Baustein 2

Junior-Depot für die Lebensziele

Parallel 25–50 € monatlich in einen weltweiten ETF — verfügbar für Führerschein, Auslandsjahr, Studium und Start ins Erwachsenenleben.

Baustein 3

Eltern-Vorsorge nicht vergessen

Ab 2027 bringt das Altersvorsorgedepot einem Elternteil bis zu 540 € Zulage plus 300 € je Kind — jedes Jahr. Die größte Rentenlücke haben meist nicht die Kinder.

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FAQ

Häufige Fragen zum Sparen für Kinder

Ein Kinderdepot ist ein Wertpapierdepot, das auf den Namen des Kindes läuft und von den Eltern verwaltet wird, bis das Kind 18 wird. Darin lassen sich ETFs, Fonds und Aktien besparen — meist per monatlichem Sparplan ab wenigen Euro. Das Geld gehört rechtlich dem Kind; Erträge werden steuerlich dem Kind zugerechnet, das eigene Freibeträge hat.

Über den Autor

Thomas Dewein

Thomas Dewein

Fachwirt für Versicherungen & Finanzen (IHK Ulm) · DVA-zertifiziert

Seit über 18 Jahren Versicherungsmakler mit freier Anbieterauswahl in der Region Ulm. Thomas Dewein vergleicht über 250 Versicherer und berät Privat- wie Gewerbekunden persönlich.

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